10 Tipps zur Reduzierung von Fehlzeiten

10 Tipps zur Reduzierung von Fehlzeiten

10 Tipps Fehlzeiten reduzieren

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist 2017 jeder Beschäftigte in Deutschland durchschnittlich fast 17 Tage krankheitsbedingt ausgefallen. Die Folgen für die Unternehmen sind nicht nur organisatorische Probleme, sondern auch erhebliche Ertragsausfälle und Mehrkosten. Dabei ist die Reduzierung von Fehlzeiten durchaus möglich.

GS Consult gibt 10 Tipps, wie Krankmeldungen durch professionelles Fehlzeitenmanagement mit einfachen Maßnahmen deutlich gesenkt werden können.

 

#1 Analyse der Fehlzeiten

Überprüfen Sie im Falle eines hohen Krankenstands, ob es ein strukturelles Problem gibt. Steigende Fehlzeiten können ein Signal für Unzufriedenheit der Mitarbeiter sein.

#2 Rückkehr- bzw. Willkommensgespräche

Führen Sie grundsätzlich mit allen erkrankten Mitarbeitern nach der Rückkehr ein Vier-Augen-Gespräch. Sie sind ein wichtiges Mittel, um Fehlzeiten in Zukunft zu verringern. Entscheidend ist dabei eine lösungsorientierte, wertschätzende Haltung. Fragen Sie auf jeden Fall, ob die Erkrankung etwas mit der Arbeit zu tun hat.

#3 Kontaktieren von Langzeiterkrankten

Zeigen Sie länger ausfallenden Mitarbeitern, dass sie Ihnen nicht egal sind. Dies kann zum Beispiel durch einen Anruf, eine persönliche Nachricht oder einen Besuch erfolgen. Ganz wichtig ist dabei, alle Beschäftigten gleich zu behandeln.

#4 Hinterfragen der Unternehmenskultur

Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK führt eine schlechte Unternehmenskultur zu einem deutlich höheren gesundheitlichen Risiko für die Mitarbeiter. Wichtige Maßnahmen zur Verbesserung sind zum Beispiel loyales Verhalten, regelmäßiges Feedback und Lob sowie die Einbindung in Entscheidungen.

#5 Reduzierung von Stress

Stellen Sie bei der Aufgabenverteilung sicher, dass Ihre Mitarbeiter nicht überlastet werden. Setzen Sie klare Prioritäten und räumen Sie Pausen zur Erholung ein. Vermeiden Sie E-Mails und Anrufe außerhalb der Arbeitszeiten. So können Sie insbesondere psychischen Erkrankungen vorbeugen.

#6 Flexibles Arbeiten

Kommen Sie den Mitarbeitern bei der Gestaltung der Arbeitszeit möglichst entgegen. Prüfen Sie zum Beispiel, ob in bestimmten Fällen von zu Hause aus gearbeitet werden kann (Home Office). Das erhöht die Zufriedenheit der Beschäftigten und trägt zur Reduzierung von Fehlzeiten bei.

#7 Sport- und Entspannungsangebote

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Entspannungsangebote wie zum Beispiel Gesundheitszirkel oder Yoga-Kurse an. Dadurch sinkt Studien zufolge der Krankenstand, während gleichzeitig die Unternehmenskultur (s.o.) gestärkt wird. Sorgen Sie zudem mit Blick auf das Muskel-Skelett-System für einen gesunden Arbeitsplatz im ergonomischen Sinne.

#8 Arbeitssicherheit

Entdecken und beseitigen Sie durch regelmäßige Betriebsbegehungen Unfallquellen. Das gilt insbesondere für Berufe mit erhöhter Verletzungsgefahr.

#9 Präsentismus vermeiden

Ermutigen Sie Mitarbeiter, die offensichtlich krank sind, zuhause zu bleiben und sich auszukurieren. Dadurch verringern Sie das Risiko von Ansteckung und langfristigen Erkrankungen, was zur Reduzierung von Fehlzeiten führt.

#10 Notfalls stärkere Kontrolle

Wenn die Fehlzeiten aus unerfindlichen Gründen zunehmen, kann es sinnvoll sein, schon ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest zu verlangen, um die Zahl der Kurzerkrankungen zu verringern. Diese Maßnahme sollte allerdings mit Bedacht eingesetzt werden, da sie auch als Ausdruck vom Misstrauen interpretiert werden kann.